„Plattdeutsche Klassiker lesen!“
Fritz Reuter: Kein Hüsung
gekürzte Hörspiel-Fassung
Orthographie Reuter mit Übers.
Orthographie Herrmann-Winter mit Übers.
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›Hollt ut! Hollt ut!‹ – Du höllst nich ut.
Du störtst di rin in ’t Verdarwen,
büst åwer Land un Wåter treckt,
un wat du hier mål richtst tau Grunn’,
dat hest du narens wedder funnen.
De von uns gåhn, drifft nich ehr Hart,
de deit ehr Unverstand blot driewen,
ehr Unfräd un ehr Œwermaut,
ehr gierig Sinn nå Geld un Gaut.
Un wenn sei gåhn sünd, ståhn sei allein,
in ehre Hand ståts Brot ein Stein,
dor nich tau Hus – hier nich taurüch,
vertehren s’ un vergrämen s’ sik;
kein Nåwershülp kann sei dor redd’n.
JEHANN
Jå, ik weit, so segg’n juuch Herren;
so segg’n all de, de jedenfalls
in ’t Fett ’rin sitten bet taum Hals,
De in ehr vörnähm Wäsen meinen,
dat uns Herrgott Arm un Beinen
von anner Lüd för sei hett schåpen,
dat sei noch mihr Fett tausåmen schråpen,
de glöben, dat de,dei Metz un Gåbel
för ehren Mund sünd wett’t allein,
de œwer ehren gälen Schnåbel
miendåch nich hebben rœwer seihn. –
Un doch is ’t wohr. sei hebben Recht
up ehre Oort; ’t is as du secht. –
Ik seech sei drœben ståhn tausåmen,
de Armen, hungrig, bleik von Fewer,
wo sei wesen œwer ’t Wåter rœwer
hen nå denn Uurt, von wo sei kåmen;