Martha Müller-Grählert
Schreibung: Original
Schreibung: Orthographie Herrmann-Weber mit Übersetzung 〉〉
Ein Seemann sallt sien
Up einen breiden Stein;
De annern Dierns kriegn all ein’n Mann,
Wieldeß ick hier verdrögen kann!
Will dat denn keiner wagen
Un mi üm Leiw befragen?
Dor kümmt ein Schauster an:
„Lütt Diern, willst mi taum Mann?“
„Ach nee, du oller Pickmajur,
Du büst tau smerig von Natur,
Du kannst mi nich behagen
Un mößt ’ne anner fragen!“
Dor kümmt ein Snieder an:
„Lütt Diern, willst mi taum Mann?“
„Ach nee, du lütter Meck-meck-meck,
Du hest upt Liew tau wenig Speck,
Du kannst mi nich behagen
Un mößt ’ne anner fragen!“
Dor kümmt ein Bäcker an:
„Lütt Diern, willst mi taum Mann?“
„Ach nee, du fette Mickenseel,
Di hängt de Bort vull Asch un Mehl,
Du kannst mi nich behagen
Un mößt ’ne anner fragen!“
Dor kümmt ein Möller an:
„Lütt Diern, willst mi taum Mann?“
„Ach nee, du oller Mattendeiw,
Du bindst den Bäcker den Sack so scheif,
Du kannst mi nich behagen
Un mößt ’ne anner fragen!“
Dor kümmt ein Schipper an:
„Lütt Diern, willst mi taum Mann?“
„Ach ja, du büst ein starken Mast,
An di will ick mi hollen fast
Du kannst mi woll behagen!
Mit di will ick dat wagen!“