Martha Müller-Grählert



Schreibung: Orthographie Herrmann-Winter mit Übersetzung
Schreibung: Original 〉〉

Kiek mål, kiek!


Hinrich güng mit siene Brut
in dat gräune Holt herut.
Œwerall up Busch un Bom
leech ein säuten Sommerdrom.
Un de lütten Vœgel sungen,
un de fixen Häsders sprungen,
Lust un Läben allerwärts.
Unsen Hinrich lacht dat Herz,
kricht sien Dierning bi de Slippen,
küsst sei up de roden Lippen:
Kiek mål, kiek,
Annmariek,
wat is doch dat Läben schön! “

Hinrich sitt mit siene Fru
vör de Dör in gaude Ruh;
Üm denn Appelbom, juchhei!
Späl’n de Kinner, ein, twei, drei.
’t is ein Springen un ein Singen,
un dortwischen deit dat klingen:
Vadding, Mudding! “ allerwärts.
Unsen Hinrich lacht dat Herz.
Kricht sien lütte Fru tau packen,
Küsst sei up de roden Backen:
Kiek mål, kiek,
Annmariek,
wat is doch dat Läben schön! “

Hinrich un sien lüttet Wief
sünd nu olt un gries un stief,
hucken beid gebückt un låhm
in de Åbeneck tausåm’.
Doch noch ümmer springt dat, singt dat
Üm sei rümmer, doch nu klingt dat:
Größing, Opa! “ allerwärts.
Unsen Hinrich lacht dat Herz,
un hei denkt an olle Dågen,
stråkt sien Ollsching mit Behågen:
Kiek mål, kiek,
Annmariek,
wat is doch dat Läben schön! “